Zecken bei Katzen - Vorbeugen und richtig entfernen

Zecken bei Katzen richtig vorbeugen und entfernen

Sie hat wieder begonnen – die Zeckenzeit. Katzen sind besonders befallen von diesen unliebsamen Parasiten, da sie gerne im hohen Gras umherstreifen.

Kontrolliere deine Katze regelmäßig

Mindestens einmal am Tag solltest du deine Katze gründlich auf Zecken untersuchen. Du kannst es praktisch mit einer ausgiebigen Schmuseeinheit verbinden.
Stellen am Körper mit wenig Behaarung werden von den Zecken bevorzugt und sollten deshalb von dir besonders unter die Lupe genommen werden. Dies ist am Hals, an den Ohren, im Kopfbereich, am Bauch und den Schenkelinnenseiten.

Die Größe der Zecke kann variieren, je mehr Blut sie schon erhalten hat, je größer ist sie. Nach dem Entfernen muss die Eintrittstelle noch einige Tage beobachtet werden. Bei Fieber, Rötungen oder Appetitlosigkeit solltest du einen Tierarzt kontaktieren.

Hat deine Katze tatsächlich eine Zecke, stellt sich die Frage:

Wie entferne ich die Zecke bei meiner Katze richtig?

Wichtig ist, dass die Zecke so schnell wie möglich entfernt wird.

Du solltest wie folgt vorgehen:

  • Zeckenzange, Zeckenhaken oder Zeckenkarte nutzen
  • Den Körper der Zecke niemals quetschen.
  • Setze sein Zeckenzange so nah wie möglich an der Haut an.
  • Nachdem du die Zecke so weit wie möglich unten gepackt hast, kannst du sie gleichmäßig und langsam heraus ziehen. Wenn es dir hilft, kannst du auch leicht drehen in eine Richtung und ziehen gleichzeitig.
  • Nun solltest du prüfen, ob du alles von dem Tier entfernt hast.
  • Die Zecke entsorgen, dass sie keinen weiteren Wirt befallen kann.
  • Am Besten die Wunde mit Teebaumöl oder ähnlichem desinfizieren.
  • Die Wunde und die Katze die nächsten Tage im Blick behalten, sollte dir irgendwas komisch vorkommen, die Wunde dick werden oder sich entzünden oder deine Katze dir krank vorkommen, solltest du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Können Zecken Krankheiten übertragen?

Leider sind die Zecken nicht nur lästig, sondern können auch gefährlich werden, indem sie gefährliche Krankheiten übertragen. Je nach Region sind in Deutschland zwischen 15 und 30 Prozent der Zecken mit Krankheitserregern infiziert. Deshalb ist es auch äußerst wichtig, dass die Zecke so schnell wie möglich vom Wirt entfernt wird, denn je schneller dies geschieht, je weniger Erreger kann sie transferieren.

Katzen erkranken aus ungeklärten Gründen zwar deutlich seltener, dennoch besteht die Möglichkeit, dass deine Katze sich mit Krankheiten wie z.B. Borreliose, Anaplasmose und Babesiose anstecken kann.

Zecke je früher desto besser entfernen

Da die Krankheitserreger einer Zecke im Darm dieser sitzen, wandern diese während sie saugt in die Speicheldrüsen. Dies dauert in der Regel um die 12 bis 25 Stunden. Je länger die Zecke also die Zeit zum Saugen hat, desto höher auch das Übertragungsrisiko.

Zeckenschutz bei Katzen

Gut ist hier immer, wenn die Katze von Beginn an vor Zecken so gut es geht geschützt wird. Hierzu gibt es verschiedene Präparate, die Zecken abtöten oder verhindern, dass sie sich festsaugen.

  • Tabletten gegen Zecken

Diese kannst du bei deinem Tierarzt erwerben.

Diese werden zwischen die Schulterblätter der Katze aufgetragen und können sich von dort im Körper verteilen. Die Wirkungsdauer kann zwischen 4 und 12 Wochen betragen. Meist benötigt deine Katze hier mehrere Behandlungen im Jahr.

Diese funktionieren genauso wie die Spot-on-Präparate.

  • Zeckenhalsband

Die Halsbänder müssen kontinuierliche getragen werden und geben ihre Wirkstoffe konstant ab. Sie wirken nur, solange sie getragen werden. Die Zeckenhalsbänder wirken um die 5 – 6 Monate. Vorsicht ist hier allerdings geboten, da die Katzen eine höhere Verletzungsgefahr beim Tragen der Halsbänder haben und hängen bleiben können.

Sind die Zeckenschutzmittel für meine Katze schädlich?

Man stellt sich oft die Frage, ob diese Anti-Zecken-Mittel schädlich für Mensch und Katze sind.
Die meisten Zeckenmittel enthalten ein Nervengift. Aber Mensch und Katze haben eine Blut-Hirn-Schranke, die Insekten nicht haben, diese verhindert, dass das Gift dort anbekommt, wo es schädlich werden könnte.

Trotz allem kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Medikamente haben Wirkung aber auch Nebenwirkung. Da die Auswahl und Zusammensetzung der Anti-Zecken-Mittel aber groß ist, wird sich sicher etwas finden, was deine Katze auch verträgt.

Wichtig ist, dass das Zeckenmittel auch für Katzen gedacht ist, da es auch solche gibt, die Wirkstoffe enthalten, die für Katzen giftig sind. Deshalb lese vorab immer die Packungsbeilage.

Hausmittel und Homöopathie gegen Zecken

Der Trend geht immer mehr zu Alternativmethoden, da meist der Besitzer seiner Katze kein Medikament geben möchte und den Organismus damit nicht belasten möchte.

Kokosöl, Knoblauch oder auch die Bernsteinkette sind nur einige der weitläufigen Alternativmethoden gegen Zecken.

Wie effektiv sind diese Alternativmittel wirklich?

Studien belegten bislang nur eine leichte Wirkung von Kokosöl und auch nur, wenn die Katze jeden Tag komplett damit eingerieben wird. Das ist leider für kaum eine Katze angenehm, da sie sehr reinliche Tiere sind.

Zusatzmittel wie Knoblauch oder auch Schwarzkümmel sind für Katzen giftig. Diese dürfen auf keinen Fall eingesetzt werden.

Nicht jede Katze ist gleich attraktiv für die Parasiten. Eine Katze kommt nach kurzer Zeit zurück und hängt voll, die andere ist Stunden im Wald unterwegs und wurde nicht von einer einzigen eingefallen.

3 häufige Zeckenmythen:

  • Zecken fallen von den Bäumen auf ihren Wirt

Zecken sitzen in Gebüschen und hohem Gras, nicht in Bäumen. Somit fallen sie auch nicht von oben auf ihre Beute.

  • Zecken müssen beim Entfernen gedreht werden

Zecken drehen sich nicht in die Haut, haben also auch kein Gewinde. Die Zecke kann heraus gezogen werden oder auch mit einer leichten Dreh-/ Ziehbewegung entfernt werden.

  • Wird die Zecke nicht vollständig entfernt, wird es für den Wirt gefährlich.

Es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Zecke vollständig entfernt wird. Geschieht dies nicht, verkapselt sich der Rest normalerweise und fällt irgendwann ab.

Aber es kann natürlich auch zu einer Entzündung kommen und theoretisch besteht weiterhin die Gefahr, dass Krankheitserreger übertragen werden, wenn diese sich schon vorne gesammelt haben. Deshalb sollte die Wunde immer noch regelmäßig kontrolliert werden.

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