Hundekot im Garten und auf der Wiese

Hundekot im Grünland und auf Wiesen

Hundekot auf der Wiese ist leider schon lange Zeit ein Streitthema zwischen Hundebesitzer und dem Besteller der Wiese. Leider ist Hundekot kein geeigneter Dünger und kann für Kühe und andere Tiere, die von der Wieser gefüttert werden gesundheitlich äußerst gefährlich werden.
Hundekot auf der Wiese ist unappetitlich und sogar ungesund für die Weidetiere. Hunde scheiden über den Kot den Krankheitserreger Neospora Caninum aus, wenn dieser von den Weidetieren über das Futter aufgenommen wird, dann kann es zu einer gefährlichen Infektion kommen.
Hundebesitzer dagegen versehen nicht, warum der Kot ihres Lieblings schädlich sein soll. Schließlich wird doch auch Gülle auf den Wiesen als Dünger verteilt.

Wie wird der Krankheitserreger Neospora Caniunum übertragen?

Bis jetzt ist der Hund wohl der Einzige bekannte Endwirt. Bis zu 3 Wochen können infizierte Hunde die Eier der Parasiten über den Kot abgeben und Zwischenwirte wie Pferde, Schafe, Rinder, Ziegen, Füchse und weitere Hunde damit anstecken. In diesen kommt es dann zum Befall von Organen, Feten und Fruchthüllen (Plazenta). Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit (Protozoon), der Aborte verursacht.

Aufgenommen kommt es zur Teilung der Parasiten, die Wirtszelle geht unter und es folgt eine Bildung von Gewebezysten mit vielen neuen Parasiten. Der Entwicklungskreis schließt sich, wenn der Hund infiziertes Fleisch von einem Zwischenwirt aufnimmt.

Für Kühe ist Hundekot auf der Wiese gefährlich

Die Infektion kann auch innerhalb des Fruchtleibes des Muttertieres auf die Frucht übertragen werden. Bis zu 90% der infizierten Kühe gebären so wieder infizierte Kälber. Auch diese sind dann Träger und Ausscheider des Parasites.

Welche Folgen haben die Parasiten bei Kühen?

Am schwerwiegendsten ist das Rind betroffen, bei dem ab dem 3. Monat Aborte auftreten. Am häufigsten im 5. Bis 6. Monat der Trächtigkeit. Ein seuchenhafter Verlauf der Aborte innerhalb einer kurzen Zeit (Epidemie) deutet auf eine Infektion durch Hundekot hin.

Die Vorbeugung

Ist ein Rind einmal infiziert, dann bleibt es dies auch sein Leben lang. Der Nachwuchs ist zu 90%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls infiziert. Es ist dann zu überlegen, die entsprechend infizierten Tiere abzuschaffen.

Tipps zur Vorbeugung

  • Hunde keinen Zugang zu Ställen, Nachgeburt oder verworfenen Früchten geben
  • Bei Zukauf von Tieren das Blut vorab serologisch auf Antikörper untersuchen
  • Futter und Futtertische sauber halten
  • Bei häufigen Fehl- und Totgeburten Kühe auf Neospora Caninum testen
  • Hundekot im Garten – eklig und gesundheitsgefährdend

Wie kann man Hundehaufen verhindern?

Es kann schnell passieren, wenn der Hund nicht angeleint ist oder der Besitzer unachtsam, dass die Notdurft im Vorgarten oder der Hofeinfahrt eines Nachbarn oder Fremden verrichtet wird.
Diese Hinterlassenschaft kann Parasiten oder Krankheitserreger enthalten, die die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden können. Deshalb sollte der Hundekot umgehend entsorgt oder vorab verhindert werden, dass der Hund ihn an unbeliebter Stelle hinterlässt.

Tipps zum Fernhalten von Vierbeinern im eigenen Garten

So verhindert man, dass der eigene Vorgarten oder die Hofeinfahrt zum Hundeklo wird:

  • Garten entsprechend gestalten

Wird im Vorgarten Kies oder kleine Steine als Untergrund verwendet, hält das Hunde fern, da sie nicht gern über solche Untergründe laufen. Dabei ist es ausreichend, einen breiten Kiesstreifen um das Grundstück zu legen, über den der Hund erst drüber muss um auf den Rasen oder das Pflaster zu kommen. Viele Hunde mögen auch keinen Mulch.

  • Sprinkleranlagen

Eine Maßnahme gegen Hund und Katze sind Sprinkleranlagen, die mit Bewegungsmelder ausgestattet sind und anspringen, sobald ein Hund oder eine Katze sich auf dem Grundstück bewegt.

  • Entsprechende Pflanzen platzieren

Sogenannte Verpiss-dich-Pflanzen sind für Menschen geruchlos, für Tiere wie den Hund oder die Katze dagegen riecht diese sehr unangenehm. Sie werden das Grundstück weiträumig meiden. Diese Pflanzen sind nicht giftig und sehen dazu noch gut aus. Einziger Nachteil ist, dass diese Pflanzen nicht winterhart sind und jedes Frühjahr neu gesetzt werden müssen.

  • Zäune oder Hecken setzen

Hecken und Zäune können Hunde davon abhalten, den Garten zu betreten, dabei sollten sie eine ausreichende Höhe von mind. 80 – 150 cm haben. Beachte aber vor dem Setzen der Hecken die gesetzlichen Vorgaben der max. erlaubten Höhe der Grundstücksbegrenzungen.

  • Alte Hausmittel einsetzen

Alte Hausmittel sind oft äußerst effektiv. Essig z.B. ist für empfindliche Nasen zu beißend und aggressiv. Baumwolltücher getränkt mit dem Essig im Garten verteilt, können die Tiere davon abhalten, den Garten zu besuchen. Die Tücher müssen aber jeden Tag erneut getränkt werden. Auch Stellen, an die bereits Urin gekommen ist, regelmäßig mit Essig reinigen. Die im Essig enthaltene Säure neutralisiert den Uringeruch. Andere Hunde werden dann nicht mehr versucht, an dieselbe Stelle zu markieren. Beachtet werden sollte, dass Essig den Säuregehalt des Bodens verändern kann. Deshalb Essig nur sparsam einsetzen und nur an Stellen, an denen keine Pflanzen wachsen.

  • Abwehrgeräte mit Ultraschall

Mit den Ultraschallgeräten werden Schall- und Ultraschallwellen ausgesendet, die nur von Hunden wahrgenommen werden können.

Davon sollte der Gartenbesitzer absehen

Trotz Empfehlung sollten folgende Mittel nicht eingesetzt werden:

  • Cayennepfeffer
  • Zitronensäure
  • Weitere Reizstoffe oder scharfe Stoffe
  • Ammoniak
  • Aggressive Reinigungsmittel

Diese Mittel sind gesundheitsgefährdend für Hunde und andere Tiere. Bei Kontakt kann es zu schweren Schwellungen der Schleimhäute sowie zu starken Schmerzen führen. Hier kann der Hundehalter sogar Klage einreichen auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz.

Wer muss den Haufen entsorgen?

Grundsätzlich muss natürlich der Hundehalter den Haufen entsorgen. Ist dieser unbekannt, muss der Grundstücksbesitzer den Kot entfernen und entsorgen. Bleibt der Kot liegen, kann das die Aufforderung für andere Hunde sein, dort sich ebenfalls zu erleichtern.

Vorgehensweise zu Entsorgung

Trage beim Entfernen des Kotes Einweghandschuhe, anschließend gründliche Hände waschen. Den Kot im Restmüll entsorgen. Die Kotstelle dann mit Wasser reinigen und mit Essig behandeln um den Geruch zu neutralisieren.

Geldbuße bei Hundehaufen im fremden Garten

Das Bußgeld kann bis zu 150 Euro betragen, wenn der Hundehalter die Notdurft nicht entfernt von fremden Gärten und Grundstücken sowie öffentlichen Straßen und Plätzen. Die Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Allgemeines

Durch den Kot des Hundes bestehen eine Geruchsbelästigung sowie ein Gesundheitsrisiko. Der Kot kann Parasiten, Viren und weitere Krankheitserreger übertragen. Des Weiteren zieht er weitere Insekten an, die auch Bakterien und Viren weiter verbreiten können. Besonders für Kinder, die auf den Grundstücken spielen.

Kann Hundekot kompostiert werden?

Obwohl es sich bei Hundekot um ein organisches Material handelt, sollte er nicht auf den Kompost geworfen werden. Er riecht unangenehmen und lockt unerwünschte Tiere an. Aber besonders kann er Bakterien und Viren sowie Parasiten enthalten. So würde die Komposterde auch mit den Krankheitserregern verseucht werden.

Hilfreiche Links

Kotbeutel und Zubehör

Hundeleinen mit Kotbeutelhalterung

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