Futterumstellung

Der Hund ist ein Gewohnheitstier, auch beim Fressen.

Möchte man das Futter ändern, egal ob man nur den Hersteller wechseln möchte oder mal ganz was anderes probiert, sollte man dies schrittweise eingewöhnen.

Hier erfährst du, wie du am Besten das Futter umstellst, wieviel Zeit du deinem vierbeinigen Freund hierfür geben solltest und was du bei Umstellungssymptomen tust.

Beweggrund der Umstellung

Nur, um dem Hund Abwechslung zu bieten, sollte man keine Futterumstellung in Erwägung ziehen. Meist wird zu viel "Abwechslung" gar nicht gut vertragen. Gerne kannst du innerhalb deines gewohnten Futterherstellers mit den Sorten abwechseln, da die Qualität und Grundzusammensetzung meist nicht stark abweichen. Ernährungssensible Hunde oder Allergiker sind aber auch hier mit Vorsicht zu genießen.

 

Gute Gründe für eine Futterumstellung:

  •     Krankheit des Hundes
  •     Allergie oder Unverträglichkeit
  •     Umstellung zwischen Trocken- und Nassfutter
  •     Umstellung auf ein qualitativ hochwertigeres Futter
  •     Kostengründe
  •     Verfügbarkeit des Produktes


oder auch

  •     Umstellung zwischen Futter verschiedener Altersstufen (Welpe, Adult, Senior)


Wobei, wenn du hier in dem Sortiment deines bisherigen Herstellers bleibst, ist das nicht wirklich als Futterumstellung zu bezeichnen ist und du normalerweise keine Probleme haben wirst.
 

Futterumstellung ja - aber bitte langsam und Schritt für Schritt

Die Darmflora deines Hundes muss sich an das neue Futter gewöhnen. Deshalb fange zunächst mit der einem Viertel Zugabe des neuen Futters zu dem altbekannten an. Innerhalb von ca. 2 Wochen immer mehr den Anteil des neuen Futters steigern und das Alte dementsprechend reduzieren.
Auch bei wählerischen Hunden ist diese Methode äußerst sinnvoll, um ihn auf den neuen Schmaus einzustellen.

 

Obwohl das neue Futter vielleicht langfristig besser für deinen Liebling ist, reagiert er zunächst empfindlich. Ist zum Beispiel das bisherige Futter stark getreidehaltig und mit geringem Fleischanteil, kann der Wechsel zu einem qualitativ hochwertigen Futter mit viel Fleischanteil und geringem bis keinem Getreideanteil zunächst zu Problemen führen.

Wird die Umstellung zu schnell durchgeführt, kann der Hund mit Durchfall oder Blähungen reagieren, da der Magen-Darm-Trakt und die Darmflora deines Hundes das hochwertige Futter nicht gewohnt ist.

Du als Hundehalter denkst dir, toll, ich kaufe extra gutes und evtl. auch teureres Futter und mein Hund verträgt es nicht. Du wirst den Rest nicht weiter füttern, sondern schnell wieder zu deinem altgewohnten Futter übergehen. Zu allem Überfluss denkst du dir noch, dass dein Hund Futter ohne Getreide nicht verträgt.

Ein Teufelskreis.

Meistens ein großer Irrtum, dein vierbeiniger Freund hätte nur mehr Zeit gebraucht, sich auf die natürlichen Zutaten einzustellen.
 

Zeichen einer zu schnellen Umstellung des Futters

Es kann natürlich auch durchaus sein, dass dein Hund einen schnellen Futterwechsel gut verträgt.

 

Doch meist kommt es zu einem oder mehreren der folgenden Symptome, wenn dein Hund nicht eingewöhnt wird:

  •     Durchfall
  •     weicher Kotabsatz
  •     Blähungen
  •     häufiger Kotabsatz, bis zu fünfmal pro Tag
  •     Erbrechen
  •     Juckreiz
  •     Nahrungsverweigerung


Gib deinem Hund ca. 14 Tage für die Umstellung Zeit. Sollten die Symptome danach anhalten, besteht wahrscheinlich wirklich eine Unverträglichkeit gegen das neue Futter.


Tipp:
Auch Belohnungshappen und Leckerlis, die ungewohnt sind, können einem Hund auf den Magen schlagen. Bei entsprechendem Verdacht lieber durch leicht verdauliche Snacks oder bekanntes Trockenfutter ersetzen.
 

Gleichzeitig Trocken- und Nassfutter füttern?

Einmal am Tag Nassfutter, einmal am Tag Trockenfutter, oder gar beides gleichzeitig?
Auch hier gilt zu erfahren, ob der Hund das verträgt. Wenn ja, ist diese Kombination kein Problem. Hier ist es ratsam, beide Futtersorten der gleichen Marke zu verwenden, denn hier kommen Qualität und Zutaten oft recht gleich. Trotzdem ist ein gutes Beobachten am Anfang dieser Fütterungsmethode sinnvoll, da trotz allem die Bestandteile unterschiedlich lange Verdauungszeiten haben.

 

Symptome halten an

Halten die o.g. Symptome nach 2-3 Wochen an, ist es ratsam, den Tierarzt aufzusuchen. Organische Ursachen können durch Blutuntersuchungen ausgeschlossen werden. Bei dem Verdacht auf Allergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit wird der Tierarzt wahrscheinlich zu einer Ausschlussdiät raten. Hierbei wird das bisherige Futter weggelassen und der Hund ausschließlich mit Monoproteinfutter gefüttert, in dem meist exotische Zutaten wie Pferde- oder Ziegenfleisch enthalten sind. Bitte sich hier immer an die Anweisungen des Tierarztes halten.

Meist ist eine Unverträglichkeit durch den Wechsel auf hochwertiges Futter ohne Getreide in den Griff zu bekommen.
 

Schon gewusst?

Oft ist es einem als Hundebesitzer gar nicht bewusste, dass der vierbeinige Freund sein Futter schlecht verwertet. Blähungen und drei Mal Kotabsatz pro Tag sind für sie normal. Nach einer Umstellung kann man positiv überrascht werden.
 

Ausnahmen der langsamen Futterumstellung

Verschreibt der Tierarzt aufgrund einer Krankheit des Hundes spezielles Diätfutter, ist meist ein Wechsel von heute auf morgen notwendig.
Sprich das Thema Umstellung auf jeden Fall trotzdem vorher mit deinem Tierarzt durch. Kranke Hunde benötigen nicht zusätzlich noch die Belastung einer Futterumstellung mit zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen.
Verweigert der kranke Hund sein neues Diätfutter, kann das Mischen mit dem vertrauten Futter nach Rücksprache mit dem Tierarzt eine Möglichkeit sein, bis der Hund sich umgewöhnt hat.

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